Krieger und Reservistenkameradschaft Nandlstadt e.V. gegr. 1868
Krieger und Reservistenkameradschaft Nandlstadt e.V. gegr. 1868

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Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

Verein zum Gedenken an die Soldaten der beiden Weltkriege

Die Krieger- und Reservistenkameradschaft Nandlstadt blickt auf eine über 150-jährige Vereinsgeschichte zurück und feierte dieses große Ereignis am 20.10.2018 in der Hopfenhalle Nandlstadt.

Neben der Pflege des Kriegerdenkmals und der Kriegergedächtniskapelle steht vor Allem das Gedenken an die Gefallenen und Vermissten vergangener Kriege und der Opfer von Gewalt an erster Stelle dieses Vereins.

Der Rückblick stützt sich auf die Unterlagen und Überlieferungen der Vereinskronik, der 100 Jahrfeier 1968 und der 125 Jahrfeier 1993.

Bereits 1868 traf sich eine Gruppe von etwa 15 Veteranen aus Nandlstadt, Baumgarten, Tegernbach, Hemersdorf und Ammersberg. Sie entschlossen sich, den Krieger- und Veteranenverein Nandlstadt zu gründen. Es waren wohl meist Männer, die am Feldzug von 1866 gegen Preußen beteiligt waren.

Vor dem 1. Weltkrieg zählte der Verein 162 Mitglieder. Nach Ende des Krieges 1870/71 traten mindestens 45 namentlich bekannte Kriegsteilnehmer dem Verein bei. In den Folgejahren wurden viele Vereinsbeitritte registriert.

Die Erste Fahne des Vereins ...

Erste Fahne des Vereins

 "Erste Fahne des Vereins"

... trug Bild und Aufschrift "Maximilian Joseph - König von Baiern" und hat eine große Tradition:

Am Neujahrstag des Jahres 1806 wird der bayerische Kurfürst Max IV. Joseph zum König Max I. Joseph ausgerufen. Nach der offiziellen Zeremonie in der Münchner Residenz verkündete der bayerische Landesherold Stürzer dieses Ereignis auf den Straßen und Pätzen Münchens. Dazu läuteten alle Glocken der Münchner Kirchen und zweihundert Böllerschüsse wurden abgefeuert. Begleitet von 30 Mann der bürgerlichen Kavallerie verlies Stürzer die Proklamation, dass Bayern von nun an ein Königreich ist,... "nimmt unser gnädigster Herr Maximilian Joseph den Titel eines Königs von Baiern an" und lässt sie an den Kirchentüren und öffentlichen Anschlagtafeln anbringen.

Nach der Erhebung Bayerns zum Königreich 1806 organisierte sich in den Städten und Märkten Bayern die Bürgerwehr. Auch in Sandelzhausen bildete sich ein Landwehrbataillion, dem nach mündlicher Überlieferung eine Gruppe aus Nandlstadt angehörte. Nach Auflösung des Bataillions kamen die Nandlstäder in den Besitz dieser Fahne. Entgegen anderen Mutmaßungen kann die Fahne nicht aus der Zeit vor 1806 stammen, es sei denn, dass die Fahne erst später mit der Beschriftung "Maximilian Joseph - Koenig von Baiern" versehen wurde. Diese Fahne wurde 1991 mit hohem finanziellen Aufwand restauriert und am 27. Juni 1993 geweiht.

Am 5. Januar 1880 trat der Verein dem Bayerischen Kriegerbund bei und erhielt am 19. Mai 1931 für 50-jährige Mitgliedschaft das "Goldene Fahnenschild" verliehen.

50 Jahre Fahnenschild

"Goldene Fahnenschild"

Um das Jahr 1900 zählte der Verein noch 47 Kriegsteilnehmer vo 1870/71. Zu dieser Zeit hatte der Verein 160 Mitglieder. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges im August 1914 rückten weit über 200 Männer ins Feld, davon sind 73 Kamereraden gefallen und 2 Kameraden vermisst. Unter der Vereinsführung des Bürgermeisters Hans Penker - er schied 1938 aus - wuchs der Verein auf einen Mitgliederstand von 262 Mann an.

Im Jahre 1909 beschaffte sich der Verein unter Leitung von Johann Hutter und Hans Penker eine neue Fahne. Am 09. Juli 1909 fand die Fahnenweihe in Verbindung mit dem 40-jährigen Stiftungsfest statt.

Die Fahne trägt auf der einen Seite das Bildnis eines sterbenden Kriegers, dem himmlischer Trost zuteilwird, auf der anderen Seite ist der Kirchenpatron St. Martin sowie das Marktwappen von Nandlstadt mit dem Haupt des heiligen Johannes dargestellt. Die Patenschaft hat der Bruderverein Moosburg I übernommen.

 Fahne 1909 1968 1    Fahne 1909 1968 2

"Neue Fahne des Vereins von 1909; restauriert 1968"

1924 wurde an der Stelle der früheren Roßschwemm das Denkmal des "Kriegers in der Schlacht" errichtet und feierlich eingeweiht.

Im Jahre 1945, nach Kriegsende, mussten die Kriegervereine auf Befehl der Sieger aufgelöst werden. Die beiden Vereinsfahnen wurden durch die beiden Kameraden Josef Stock und Paul Hell im Speicherboden versteckt und blieben so dem Verein für später erhalten.

Nachdem das Verbot der Vereinstätigkeit durch die US-Militärregierung 1952, einige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, aufgehoben wurde, machte man sich daran, die Kameradschaft wieder ins Leben zu rufen. Josef Stock, Hans Penker, Georg Eisgruber und Bartholomäus Schreiner aus Baumgarten nahmen Kontakt zu alten und jungen Kameraden auf, um von diesen Ihre Einschätzung zu dem Vorhaben zu erfahren. Nachdem viele Kameraden für den Plan gewonnen waren, berief man kurz darauf eine öffentliche Versammlung ein. Bei gutem Besuch und regem Interesse für die Sache wurde beschlossen, den Verein wieder entstehen zu lassen. 74 Kameraden aus beiden Weltkriegen traten dem am 26. Mai neu ins Leben gerufenen Verein bei. Es wurde dann sofort eine zweite Versammlung einberufen, wo Sinn und Zweck des Vereins - Pflege der alten Soldatenkameradschaft, stetes in Ehren haltendes Gedenken unserer Gefallenen und Vermissten, sowie Fernhalten von jeglicher Politik innerhalb des Vereins - erläutert und beschlossen wurde.

Vereinbart wurde auch, dass beim Ableben eines Vereinskameraden beide Fahnen mitgetragen werden, ein Kranz mit einem Nachruf niedergelegt wird sowie eine Musikkapelle teilnehmen solle, welche vom Verein bezahlt wird.

Hierauf fand die Wahl des Vorstandes statt, welche bis zur Neuwahl zum nächsten Jahrtag 1953 gültig war. Die Vorstandschaft wurde ab dann jeweils für 3 Jahre gewählt.

Der Name des Vereins hieß nun: Krieger- und Soldatenverein Nandlstadt.

Am 25. Mai 1953, Pfingstmontag, feierte man dann das 85-jährige Gründungsfest, verbunden mit dem Kriegerjahrtag.

Am 04. Juli 1954 fand die Enthüllung und Weihe der neuen Gefallenen-Gedenktafel am Kriegerdenkmal statt. 1. Bürgermeister Tafelmeier enthüllte drei der vier neuen Ehrentafeln mit den 80 Namen der im zweiten Weltkrieg gefallenen Kameraden. Die vierte, unbeschichtete Tafel blieb verhangen, da auf ihr einst Namen der sechzig Kameraden stehen sollen, deren Schicksal bis dato noch ungeklärt war.

Altes Denkmal

"Altes Denkmal mit neuen Gefallenen-Gedenktafeln"

1956 wurde eine Aufnahmegebühr für die Mitglieder eingeführt, um den Kassenstand des Vereins aufzubessern und somit die anfallenden Ausgaben begleichen zu können. Die Gebühr betrug bis zum 40. Lebensjahr 1 DM, danach mit einer Staffelung von 5 Jahren bis zu einem Betrag von 10 DM ab 70 Jahre.

In der Generalversammlung am 17. November 1957 wurde eine Satzung aufgestellt, welche ins Vereinsregister beim Amtsgericht in Moosburg eingetragen werden soll.

1958 feierte man das 90-jährige Gründungsfest im kleinen Kreise, praktisch als Familienfest. Es waren nur die ortsansässigen Vereine eingeladen. Bei dieser Feier wurde das neue Fahnenband für die Gefallenen von der Fahnenmutter, Fr. Seebacher, übergeben und vomj Hochw. Herrn Pfarrer Hindelang geweiht. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt bereits wieder 165 Mitglieder.

1959 wurde die Kriegergedächtniskapelle im Friedhof fertiggestellt.

1960 wurde erstmalig der Vereinsbeitrag in Höhe von 3 DM jährlich auf einmal kassiert. Im gleichen JAhr erfolgte der Beitritt zum Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Der Jahresbeitrag betrug 20 DM.

Auf der Generalversammlung 1962 beschloss man Mitgleider ab dem 70. Lebensjahr (dann alle 5 Jahre) zu ehren; ebenso wurden Paare für 40-jährige Hochzeitsjubiläum mit einem kleinen Geschenk geehrt. Am Ende der Versammlung wurde die alte, renovierte Vereinsfahne, stammend aus dem Bürgerwehrbataillon Sandelzhausen, den Anwesenden präsentiert. Der Mitgliederstand betrug 177 Mann.

1963 erhöte man den Vereinsbeitrag von 3 auf 5 DM. In diesem Jahr wurden auch erstmals Mitgleider für 40 und 50 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt; es waren bereits 188 Mitglieder gelistet.

1965 entschloss sich die Marktgemeinde das Kriegerdenkmal renovieren zu lassen und ferner sollte die Vermisstentafel mit dem Namen fertiggestellt werden.

Im Hinblick auf die Hundertjahrfeier 1968 entschloss sich nun die Gemeinde die in 1965 angekündigte Renovierung des Kriegerdenkmals 1967 umzusetzen. Auch Grab des unbekannten Soldaten im Friedhof soll an der gleichen Stelle als bisher neu errichtet werden. Die Renovierung des Kriegerdenkmals war zum Kriegerjahrtag am 04. Juini 1967 abgechlossen.

Renovierung Denkmal

"Renovierung des Denkmals 1967"

Renovierung Kriegerdenkmal 1967

"Renoviertes Denkmal 1967"

Weil man übereinstimmend der Meinung war, dass sich eine Restaurierung der aus dem 1909 stammenden Fahne nicht lohnt, entschloss man sich, zu diesem Fest einen neue Fahne nach dem Vorbild der alten zu schaffen. Die ehrwürdigen Schwestern in Moosburg erhielten den Auftrag. Nach deren Vorschlag wurde die Fahne unter Verwendung der kostbaren Stickerei der alten Fahne hergestellt. Der Mitgliederstand betrug in diesem Jahr 200 Personen.

Am 07. April 1968 wurde der Kreisverband der Krieger- und Soldatenvereine des Landkreises Freising gegründet, dem an diesem Tag auch der Krieger- und Soldatenverein Nandlstadt beigetreten ist.

Mit höchstem Einsatz aller Verantwortlichen erlebte Nandlstadt am 25. und 26. Mai 1968 die Hundertjahrfeier. Beim Festgottesdienst wurde die neue Fahne gesegnet.

Neue Fahne zur Hundertjahrfeier

"Fahnenweihe 1968"

142 Vereine waren zum Fest geladen. Eine örtliche Zeitung hob hervor, dass ein Ehrenzug des Jagdgeschwaders 74 aus Neuburg/Donau mit Major Sander an der Spitze des ZUges dem Fest ein besonderes Gepräge verlieh. Der Verein zählte 213 Mitglieder.

1973 zählte der Verein 211 Mitglieder, davon 51 Reservisten, so dass Nandlstadt die größte Reservistengruppe im Kreis Freising hatte.

Aufgrund gestiegener Ausgaben wurde 1976 in der Generalversammlung der Vereinsbeitrag der 208 Mitgliedern von 8 auf 12 DM erhöht.

Die Vorstandschaft renovierte 1983 das Kriegerdenkmal und die Gedächtniskapelle im neuen Friedhof. Beim Kriegerdenkmal reichte eine Behandlung mi dem Hochdruckreiniger, eine Imprägnierung, etwas Betonfüllmasse und Abdeckplatten aus Marmor. Bei der Kriegergedächtniskapelle musste die zwei Meter hohe Christusfigur instandgesetzt und anschließend verzinkt werden. Seitens der Gemeinde wurde zugesagt, die Schrift auf den Steinplatten mit den Verstorbenen in der Kapelle zu erneuern.

In der Versammlung 1983 wurde beschlossen, dass Frauen von verstorbenen Mitgliedern und Personen ohne Bundeswehrdienst als Spender (heute Förderer) des Vereins beitreten können.

Aufgrund der Tatsache, dass die Zahl der Reservisten im Verein stetig zunahm und man an Aktivitäten, wie Bootsfahrt aufd der Donau, Schießveranstaltungen, Biwak, Teilnahme bei Patrouillen, etc. teilnehmen wollte, sind die Reservisten des Vereins 1984 dem Reservistenverband Ingolstadt, Kreisgruppe Oberbayern Nord, beigetreten. Dazu wurde ein eigener Reservistenverband Nandlstadt inklusiv eigener Vorstandschaft gegründet. Sie fungierten unter dem Hauptverein des Krieger- und Soldenvereins.

1986 wurde auf einen Antrag hin beschlossen, die alte kleine Kirchenglocke in die Gedächtiskapelle zu intallieren. Dies musste aber noch von Hr. Pfarrer Hell abgesegnet werden. Weiterhin sollte eine Holzdecke angebracht werden. In diesem Jahr wurde aufgrund der Außenrenovierung der Kirche und Neubau des Pfarrhofes das Grab des unbekannten Soldaten entfernt und auf Drängen des Vereins Jahre später an der gleichen Stelle wiedererrichtet.

Grab des unbekannten Soldaten

"Grab des unbekannten Soldaten"

Die Renovierung der Beschriftung der Steinplatten in der Kriegergedächtniskapelle wurde durchgeführt und das Anbringen fehlender Namen von Gefallenen und Vermissten wurde seitens der Gemeinde in Aussicht gestellt.

Steinplatte 1914-1918

"Steinplatte in der Kriegergedächtniskapelle mit Verstorbenen 1914/18"

Steinplatte 1939-45

"Steinplatte in der Kriegergedächtniskapelle mit Verstorbenen 1939/45"

1987 wurde von Vereinsmitgliedern in der Kriegergedächtniskapelle die Kirchenglocke am Dachgebälk angebracht. Zur Entlasstung der Vereinskasse wurde 1988 in der Generalversammlung der Beitrag einstimmig auf 15 DM erhöht. Die letzte Gedenktafel wurde 1989 mit den 28 Namen der Vermissten des Zweiten Weltkrieges versehen und erhielt nun nach vier Jahrzehnten endlich seinen Ehrenplatz am Kriegerdenkmal.

Im Jahre 1990 wurde diskutiert, inwieweit es sich lohnt, die herrliche altehrwürdige Fahne, die neben der Freisinger Kriegervereinsfahne einmalig in ganz Bayern ist, restaurieren zu lassen oder eine Neuanschaffung zu tätigen.

Ein Gutachter bestätigte dem Verein den Wert dieser seltenen und alten Fahne, aber auch die Notwendigkeit einer unverzüglichen umfassenden Erneuerung, um den erhaltungswürdigen Kulturwert dieser Fahne zu sichern. Aus diesem Grunde wurde die Erneuerung der Fahne Ende 1990 bei der Fahnenstickerei in Schierling in Auftrag gegeben; gut erhaltene Teile wurden dabei wiederverwendet. Das Prachtstück wurde Mitte 1991 in neuem Glanz zurückgebracht. Gleichzeitig wurden auch die beiden Ordensbänder mit den Orden vom Krieg 1871 und 1914 - 1918 restauriert und zahlreiche drei neue Samtschärpen für die Fahnenabordnung gekauft.

Restaurierte Ordenbänder

"Restaurierte Ordensbänder 1991"

1992 wurde das seit rund 70 Jahren bestehende Kriegerdenkmal der ehemals selbständigen Gemeinde Baumgarten restauriert. Der Standplatz wurde in Eigenregie von den Baumgartner Einwohnern erneuert. Mit den Renovierungsarbeiten an Denkmal, Mariensäule und Schrifttafeln wurde die Firma Straßmeir beauftrag.

Am 27. Juni 1993 fand das 125-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe des Krieger- und Soldatenvereins statt. Dazu hatte man sich extra eine einheitliche Vereinskleidung zugelegt. Für die bevorstehende Jubiläumsfeier mit Weihe der neu restaurierten Fahne musste noch ein Patenverein gewonnen werden. Es war naheliegend die befreundete Krieger- und Reservistenkameradschaft aus der Nachbargemeinde Au um diese Zusage zu bitten. So machte sich die Vorstandschaft am 30. April mit Fahnenmutter, Festdamen und zahlreichen Mitgliedern sowie Vertretern der Kirche und Gemeinde per Bus auf den Weg nach Au. Nach der Begüßung im voll besetzten Bergsteffel-Saal bagann das offizielle Patenbitten mit abschließendem Scheitlknian.

Scheitlknian zum Patenbitten

Patenbitten Au

"Pattenbitten in Au"

Aufgrund der Tatsache, dass kaum mehr Soldaten dem Verein beitraten, sondern wenn überhaupt, die jungen Kameraden erst nach Ende des Wehrdienstes als Reservisten für den Verein gewonnen werden konnten, entschloss man sich den Namen des Vereins der Situation anzupassen. Somit wurde 1994 der Name des Vereins in Krieger- und Reservistenkameradschaft Nandlstadt abgeändert und zugleich eine neue Satzung verabschiedet, welche 1996 ins Vereinsregister des Amtsgerichts Freising - Zweigstelle Moosburg - eingetragen wurde.

An der 1951 von Architekt Hans-Jakob Lill geplanten und ca. 1955/56 errichteten und 1959 fertiggestellten Kriegergedächtniskapelle zum Gedenken der Kriegsopfer des Zzweiten Weltkrieges und als Absage an die Schrecken des Krieges hat der Zahn der Zeit gewaltig genagt und musste nun renoviert werden.

Die Arbeiten wurden im Früjahr 1996 von 16 fleißigen Mitgliedern in Eigenregie in Angriff genommen und erst nun erkannte man, in welch traurigem Zustand das Gebäude wirklich war. Die gesamte Außenfassade und das komplette Dach inklusiv Dachrinnen musste erneuert werden. Dies sprengte natürlich die Kosten und man war auf Spenden angewiesen, um die Renovierung finanzieren zu können.

Nach rund 3 Monaten Renovierungsarbeiten wurde am 08. September 1996 die Kriegergedächtniskapelle im Anschluss an den Gottesdienst eingeweiht und Pfarrer Hell spendete den kirchlichen Segen.

Kriegergedächtniskapelle

"Renovierte Kriegergedächtniskapelle"

Da sich nach wiederholtem Anlauf keine neue Vorstandschaft für die unter dem Hauptverein gegründete Reservistenkameradschaft fand, wurde diese im August 2001 lt. Beschluss aufgelöst. Folglich erfolgte auch der Austritt aus dem Reservistenverband der Reservistenkameradschaft Ingolstadt, Kreisgruppe Oberbayern Nord.

Auf der Jahreshauptversammlung 2002 wurde beschlossen, dass die Glocke von Rovereto, welche der Verein vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. erhalten hatte, in der Kriegergedächtniskapelle angebracht wird. Ein Bild, das eine Gedenktafel mit Bürgern der Marktgemeinde zeigt, welche im Ersten Weltkrieg in den Jahren 1914 bis 1918 in den Krieg ziehen mussten, wurde von einem aufmerksamen Mitarbeiter des Wertstoffhofes in einem Container gefunden und dem ersten Vorstand übergeben. Von äteren Mitgliedern wurde berichtet, dass das Bild vor gut 45 Jahren bereits in einem Nebenraum des Bäckerbräu gehangen habe. Der Vorstand hat das für den Verein kostbare Stück einrahmen und im Vereinslokal Schwemmwirt aufhängen lassen.

Gefundenes Bild

"Gefundenes Bild mit Kriegsteilnehmern"

2002 wurde im Zuge der Währungsumstellung der Mitgliedsbeitrag auf 10 € festgelegt.

Nachdem im Frühjahr 1996 von der Krieger und Reservistenkameradschaft der Antrag zur Renovierung des Kriegerdenkmals an die Gemeinde gestellt wurde, vergingen mühsame Jahre mit zähen Verhandlungen und zahlreichen Besprechungen mit der Gemeinde, bis letztendlich die Renovierung 2002 im Zuge der Rathausvorplatzgestaltung am alten Standort begonnen und abgeschlossen werden konnte. Die Einweihung und Segnung des neuen Kriegerdenkmals erfolgte dann am 20. Oktober 2002 nach der Sonntagsmesse.

Renoviertes Kriegerdenkmal

"Renoviertes Kriegerdenkmal"

2008 wurde anstelle des immer weniger besuchten Gesellschaftsabend erstmalig ein Sommerfest bei der Familie Graf mit erstaunlicher Resonanz durchgeführt. Diese Veranstaltung wurde bis heute beibehalten und erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei den Mitgliedern mit Partnern.

2011 erhielt die Krieger- und Reservistenkameradschaft Nandlstadt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für seine 50-jährige Mitgliedschaft eine Anerkennungplakette und Urkunde.

Anerkennungsplakette und Urkunde

"Anerkennungsplakette und Urkunde"

Neben den jährliche Veranstaltungen, wie die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, Durchführung des Vereinsausfluges, Sommerfest, Gestaltung und Bewirtung des Kriegerjahrtages und der Christbaumversteigerung, bietet unser Verein laufend Freizeitaktivitäten, wie Schlauchbootfahrt auf der Donau, Betreiben der Rathausbühne beim Fest der Sinne, Weinprobe und Teilnahme an der Vereinsolympiade mit vollem Erfolg und großem Zuspruch an.

2018 fand unsere 150-Jahrfeier statt, mehr dazu unter folgendem Link zur 150 Jahrfeier ...

Unser Krieger- und Reservistenverein zählt aktuell 200 Mitglieder, bestehend aus 130 Reservisten, 45 Förderer, 23 Frauen und 2 Aktive.


Freizeitaktivitäten

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